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Das Kristian`s Monastiri auf Wien24, wir haben nach 2012 zum zweiten Mal den „Goldenen Schani“ gewonnen :-) !

Liebe Gäste, Freunde und Besucher,

es freut mich besonders, dass ich als Teil des Teams des Kristian´s Monastiri ebenso über den Titel „Goldener Schani 2015-Verstecktes Juwel“ jubeln darf.

Anbei eine nette kurze Berichterstattung bei „Guten Abend Wien“ auf dem Sender W24 – hier geht´s zum Bericht 🙂

Ganz herzliche und gastrophile Grüße

Euer Patrick Hopf

P.S.: Bald ist die neue Weinkarte fertig; freut euch auf viele Neuerungen, unbekannte Winzer, und tolle Okkassionen.

Es ist wieder soweit……….Ein neuer Wein, dem ich ein wenig die Richtung vorgeben durfte. Danke lieber Rudi Heinisch :-)

Liebe Gäste, Freunde und Besucher,

gottseidank gibt es noch experimentierfreudige junge Winzer mit ein wenig Mut wie den Rudi Heinisch, die ein ganzes neues 225 Liter Akazienbarrique (mit leichtem Toasting – Acacia-Fass von der Tonnellerie Bordelaise) einem weinverliebten Gastronauten wie mir opfern, in der Hoffnung, die eingeschlagene Richtung (meine –  wie verrückt ist der Rudi eigentlich? Und die ganze Arbeit hat er auch noch 🙂 ) entwickelt sich nicht zu vergebener Liebesmüh – auf gut Wienerisch – es werd ned zum Danehaun, des Gschloder. 🙂

Naja, nach der letzten Fassprobe im Monastiri vor knapp zwei Wochen zeichnete sich doch bei unserem Grünen Veltliner (außnahmslos Ried Käferberg 2013) tatsächlich ein Potential ab, nicht zuletzt aufgrund des eher verhaltenen Toastings und des Unterschieds vom Akazienholz – in dem er bereits knapp 13 Monate verbringen durfte – zum sonst üblicheren Eichenholz, sondern auch durch die 22,4° KMW bei der Ernte und nun knapp 14% alc.. Bereits jetzt sehr harmonisch eingebundene Malolaktik durch den biologischen Säureabbau, charmante Cremigkeit durch die Feinhefe (insgesamt 8 Monate inklusive Battonage, also das regelmäßige Aufrühren derselbigen) und ein filigran harmonisches Birnenfrucht-Säurespiel mit leichten Röstaromen und künftiger Exotik im Abklang; ein ganz dezentes Pfefferl ist auch nicht zu verleugnen. Der Eindruck zieht sich über die Nase brav auf den Gaumen, und danach olfaktorisch wieder zurück. Wir glauben, da könnte was Großes und Lagerfähiges schlummern, in diesem Fass, von dem wir uns dachten, dass dieses Holz am besten die Charakterzüge und die Frucht des Grüner Veltliners unterstützt und hervorhebt.

Es wird nun noch eine  Fassprobe stattfinden, um den perfekten Zeitpunkt zu erwischen, wann der Bursche aus dem Fass in die Flasche darf. Die Frage des Namens muss auch noch geklärt werden, hier sind gerne Anregungen willkommen,  nicht zögern 😉

Also der Rudi Heinisch und ich sind zuversichtlich, das wir die 300 Flaschen nicht zwingend verkochen müssen 😉 hoffentlich!

Und Vielen Dank, lieber Rudi, dass du mir die Möglichkeit gibst, ein wenig meinen Spleen auszuleben…..

Zu geniessen sein wird der Wein dann natürlich bei uns im Monastiri und beim Rudi Heinisch.

Ich halte euch über alles Weitere auf dem Laufenden.

Ganz herzliche und gastrophile Grüße

Euer Patrick Hopf

P.S.: Und nicht vergessen: Wir haben den geilsten Job der Welt 😉

Leidenschaft Wein – mein erster Blog :-) Anfang 2011

Hier der Link dazu.

SPEISING Open

05.04.11 @ 14:25

Leidenschaft Wein

Heute möchte ich etwas über den sehr interessanten Vorgang, nämlich die Entstehung eines Weines bzw. Cuvees (als Nichtwinzer lasse ich die Arbeit im Weinberg hier mal weg), erzählen.

Die Vorgeschichte:

Einem lieben Freund, Winzer, Oenologe und Weinakademiker Konrad Hackl, auch bekannt durch sein jährlich erscheinendes Buch „Weinkaufen im Supermarkt“, welches er zusammen mit dem ebenso bekannten Gastronomiejournalisten Alexander Jakabb verfasst, brachte ich meine Idee einer eigenen exklusiven Weinlinie für das RieGi nahe (die Idee an sich ist ja nichts besonderes, gibt es ja bereits, nur eben mit dem Novum, das der Sommelier, sprich ich, mitwirkt, und diesem Wein eine persönlich Note verleiht). Ende 2010, nach der Ernte, war natürlich klar, das der Jahrgang 2009 ein wirklich guter zu werden scheint. Da Konrad Hackl selbst nur kleine Rebflächen, insgesamt nur ca. zwei Hektar, in der Wachau, dem Kremstal und am Neusiedlersee besitzt, die allesamt ausschließlich mit Grünem Veltliner, Riesling und Pinot Noir bepflanzt sind, ergab sich ein Problem, da es für mich ein Chardonnay sein musste, die klassische Vorzeigerebe (manche schimpfen sie leider auch Allerweltsrebe, in englischsprachigen Ländern gibt es sogar den Spruch „ABC- anything but Chardonnay) schlechthin, und als Premiere eines eigenen, selbst mit kreierten Weines sollte es etwas schnell und leicht Zugängliches sein, also nicht grade eine der autochthonen Rebsorten wie Rotgipfler oder Neuburger (deren Fan ich aber unbestritten bin), die ja gerade, dank sehr fähiger Winzer, eine leichte Renaissance erleben.

Da aber der liebe Konrad keinen Chardonnay hat, wandten wir uns an seinen Freund und ehemaligen Kollegen Josef Edlinger aus Palt im Kremstal (Kellermeister beim früheren Weingut Dr. Unger, zusammen mit Konrad Hackl als GF), der eine tolle Bandbreite an Weißweinen hat, und eben auch tolle Lagen Chardonnay. Das Ergebnis dieses Jointventures war von vornherein klar- es sollte ein im Barrique ausgebauter Chardonnay werden, jedoch nur mit minimalen Holzeinsatz, gerade so, um ihm eine lange Lebensdauer, aber trotzdem einen raschen Trinkgenuss einzuhauchen. Es folgten im zwei-Wochenintervall Fassprobenverkostungen um seine Entwicklung zu verfolgen. Nur nebenbei, einen Wein, egal welcher Rebsorte oder Herkunft, kann man nur in ein Fass stecken, wenn sein Potential und Körper das zulässt. Dass sah bei unserem Chardonnay wie folgt aus: eine stahlige, fruchtige Mineralität, mit imensem Körper und einer Dichte, die als Jungwein Ihresgleichen suchte. Außerdem kamen noch die 21 Grad KMW hinzu, die ihm nun im Endergebnis stolze 14% alc. verliehen. Nach einer gewissen Reife im Fass, so ca. nach drei Monaten, bemerkten wir erst richtig das enorme Potential dieses Weines, und den Charme, den ihm das Fass schon jetzt mitgab. Wir beschlossen, ihm noch drei weitere Monate zu geben, und verkosteten regelmäßig. Tja was soll ich sagen, nach acht Monaten im 300 Liter Barrique (400 exklusive Flaschen) durfte unser Baby das Licht der Welt erblicken, und wir waren begeistert, trotz des neuen Barriques war er bereits erstaunlich zugänglich, feine Röstaromen im Anklang, Nüsse, etwas Orange und Orangenschale am Gaumen, mineralisch, sehr burgundisch im Charakter, cremig, charmant, dezentes Karamel im Abtrunk, also einfach toll und genauso wie ich ihn mir vorgestellt hatte.
Nur der Vollständigkeit halber möchte ich Winzer Karl Alphart zitieren: „Ich hätte ihn nicht anders gemacht, ein toller Chardonnay“. Kann es ein größeres Lob geben? Da gewinnt der Begriff Hauswein doch eine ganz andere Bedeutung als die Doppler Valpolicella im Italiener ums Eck.
So viel zur Vorgeschichte.

Main Course

Durch den Erfolg und die tolle Qualität des Weines beschloss ich, uns stünde auch ein eigener Rotwein gut zu Gesicht.
Gesagt, getan, 2009er Fassproben her, wiederum vom Herrn Edlinger, da es ein Cuvee werden sollte, und der liebe Konrad ja nur Pinot Noir hat, allesamt seit, damals (Jänner 2011), bereits 12 Monate im neuen Barrique. Im Speziellen 2009 Merlot, Cabernet Sauvignon und Zweigelt, aus Rieden rund um Palt im Kremstal. Hier gilt natürlich dasselbe wie vorhin erwähnt, einen Wein ohne Potential macht man nicht besser, wenn man ihn ins Fass steckt (hier sind die Eichenchips-verseuchten billig-Kalifornier zu erwähnen, aus dem Supermarkt um 4 €).
Klar war wieder, das eben als 2009er die Weine zumindest eine solide Basis haben, die wir attestieren konnten, nach der Verkostung der Fassproben. Es folgte ein langwieriger Prozess von mehreren Stunden, zusammen mit Konrad Hackl, um mögliche Verhältnisse der einzelnen Sorten vorläufig auszuloten. Wir einigten uns schließlich auf drei mögliche Varianten: 50% Merlot, 30% Zweigelt, 20% Cabernet Sauvignon – dann 45% Merlot, 45% Cabernet S., 10% Zweigelt – und schließlich 50% Zweigelt, 40% Cabernet S., 10% Merlot.
Wir beschlossen, dem Wein noch weitere zwei Monate in den neuen Barriques (300L) zu geben, und dann unsere Favoriten erneut zu cuveetieren und zu kosten. Hier muss man sagen, welche Richtung man dem Wein mitgeben will. Soll er lagerfähig mit Tiefe und schwerem, tanninigem Gerüst und mächtigem Charakter werden, soll er relativ früh trinkbar und zugänglich sein, aber trotzdem etwas Lagerpotential und einen eleganteren Charakter besitzen, oder soll er gefällig, unkompliziert und trinkfreudig sein, ohne größeres Lagerpotential.
Wir entschieden uns für die zweite Variante, da es natürlich Sinn macht, den Wein schon dieses Jahr mit etwas Belüftung trinken zu können; es ist ja schließlich unser Hauscuvee, und neugierig bin ich auch schon, so wie viele unserer Gäste.
Die nun insgesamt 14 Monate (im März 2011) im Fass ließen den Merlot charmanter und eleganter werden, dem Cabernet S. nahmen sie noch etwas von seinen mächtigen Tanninen, und dem Zweigelt gaben sie eine wunderbar harmonische Fruchtigkeit, die perfekt zu seiner sonst eher vordergründigen Säure passte. Also wurden es 50% Merlot, 30% Zweigelt und 20% Cabernet S..
Der Merlot gibt ihm die Eleganz und Struktur, der Zweigelt macht ihn angenehm fruchtbetont und schneller zugänglich, und der Cabernet S. gibt ihm das nötige lagerungspotente Gerüst, und den tiefen, molligen Charakter.
Ein Traum, und wir freuen uns alle schon auf die erste gefüllte Flasche, um ihn auch beschreiben zu können, nachdem er etwas Flaschenreife erlangt hat; die Etiketten sind bereits in Arbeit.

Man könnte sagen, ein gelungenes Jointventure zwischen drei qualitätsorientierten, Ihren Beruf liebenden und lebenden, ein klein wenig verrückten und innovativen Menschen, die alle drei Eines verbindet: Die Liebe zum wohl vielfältigsten, interessantesten und wunderbarsten Lebensmittel, dem Wein.

Und mit dem Jahrgang 2011 wird es auch einen Muskateller geben (braucht man heutzutage). Zu verkosten sind alle Weine natürlich jederzeit gerne bei uns im RieGi.

Liebe vinophile und kulinarische Grüße aus dem ersten Wiener Gemeindebezirk.

Euer Patrick Hopf

Aus aktuellem Anlass eine Richtigstellung – seit Ende November 2014 bin ich nicht mehr im Meinl am Graben!

Meine lieben Freunde, Besucher und Gäste,

nur eine kurze kurze Randnotiz: Im Meinl´s Restaurant werdet Ihr mich vergebens suchen.

Aber trotzdem nett von der Frau Percher (die Autorin des Artikels, die offensichtlich einem Missverständnis seitens des Restaurants unterlegen ist), mich so positiv und als wichtig zu erwähnen. Das spricht irgendwie für meinen anscheinend nachhaltigen und positiven Ruf. Ich betrachte das als Kompliment. 🙂

Nichtsdestotrotz weiß ich nicht, was im Meinl weintechnisch passiert, und möchte, falls dieses nicht in meinem Sinne sein sollte, nicht damit in Verbindung gebracht werden. Abgesehen davon ist es auch meiner neuen Wirkungsstätte, dem Kristian´s Monastiri, nicht zuträglich.

Hier der Link zum Artikel.

(Mittlerweile wurde von der Presse der Artikel online geändert, vielen Dank an die Redaktion. Hier der nun fehlende Teil nach: >>>….unter Gradwohl, teil des Teams. Stammgäste kennen auch den Restaurantleiter: Michael Wiesinger wurde zurückgeholt – und Patrick Hopf als Sommelier. Ein wichtiger Job hier, wo doch auch eine Weinbar, eine große Weinabteilung und ein ziemlich gut bestückter Weinkeller, der sich mit 750 Positionen auf der Weinkarte widerspiegelt, zum Haus gehören.  Und vor: Wir starten nüchtern…..<<<  der Vollständigkeit und des besseren Verständnisses wegen hier nochmal erwähnt)

In der Zwischenzeit, ganz herzliche und gastrophile Grüße

Euer Patrick Hopf

Soviel zum Thema „(Craft)-Bier“ und dessen aktuellem Hype

Meine lieben Gäste, Freunde, Besucher und genussaffinen Menschen,

vor Jahren (siehe unterer Blog), in meiner „RieGi“-Zeit, entdeckte ich das Craftbeer für mich und als Speisenbegleiter, jedoch mangels (damaliger) Nachfrage habe ich das Thema leider nicht mehr so intensiv weiterverfolgt. War offensichtlich ein Fehler, wenn ich die aktuelle Entwicklung betrachte 🙂 .

Eines ist sicher, dass Thema Bier wird (schon allein wegen meiner bayerischen Herkunft) auch im „Kristian´s Monastiri“ und bei Jan´s und meinen Events beizeiten eine Rolle spielen, sowie auch hier – nur dem Mainstream werde ich mich nicht beugen, seid gewahr 😉

Ganz herzliche und gastrophile Grüße

Euer Patrick Hopf

Nun ja, hier ein Blog vom März 2011, mit dazugehörigem Link, viel Spass beim Lesen:

 SPEISING Open

10.03.11 @ 10:11

Was man mit Bier außerhalb des Mainstreams so alles anstellen kann

Um mich euch, den Lesern, mal kurz vorzustellen: Mein Name ist Patrick Hopf, Maître und Sommelier im schönen Restaurant RieGi in der Schauflergasse im 1. Wiener Gemeindebezirk. Ich bin seit März 2007 in Amt und Würden, und habe nach Stationen in Deutschland in den Schweizer Stuben und dem Grand Hotel Axelmannstein nebenbei meine Ausbildung durch die Deutsche Wein-und Sommelierschule gemacht, nachdem ich in eben genannten Schweizer Stuben meine Ausbildung zum Restaurantfachmann absolviert hatte. Als Bayer, der sich in die wohl liebevollste Stadt, die mir bekannt ist, verkuckt hat, habe ich beschlossen, meine berufliche Zukunft nach Wien zu verlegen (glaubt mir, meine Familie fand das nicht so „leiwand“, vor allem, weil mir nach inzwischen sechs Jahren hier in Wien wohl etwas der bayerische Dialekt abhanden gekommen ist). Nach Stationen in den Drei Husaren, dem Grand Hotel und dem Schwarzen Kameel beim schrulligen, aber liebenswerten Herrn Gensbichler, landete ich endlich in meiner jetzigen Wirkungsstätte, dem RieGi, dem ich nun, neben dem Küchenchef Georg Rotböck, meinen fachlichen und gastronomischen Stempel aufdrücken darf. (Halleluja, so etwas ist heute leider viel zu selten, das man sich so ausleben kann)

Nun, es betrug sich also folgendermaßen:
Wieder mal auf der mentalen Suche nach einem Novum in der Wiener bzw. österreichischen Gourmet-Gastroszene und beim Genuss eines Bio-Bieres namens Hadmar von der Privatbrauerei Zwettl aus dem schönen Waldviertel bei meinem lieben Freund Hannes Pruscha vom Appiano kam mir der Gedanke, wie es wohl wäre, verliehe man unseren ausgefeilten Speisen einmal anders eine Harmonie durch die Paarung mit diversen Bieren internationaler Herkunft. Man glaubt es kaum, was es da so alles gibt. Die Suche nach den Quellen führte mich zu einer kleinen Vertriebsfirma in Osttirol, die ein sensationelles Angebot an belgischen, holländischen und englischen Bieren aufweisen kann, und auch sonst um die Möglichkeit, andere Sachen aufzutreiben, nicht verlegen ist. Nach der Order von diversen Proben freute ich mich bereits auf unsere Menüfolge und die dazugehörige Verkostung der Biere.

Einmal vorweg, die Belgier nehmen das Reinheitsgebot nicht so genau, aber das ist genau genommen in diesem Fall ein Segen gewesen. Außerdem sind diese Biere extrem lagerfähig, teilweise bis zu 10 Jahre unter Weinkellerbedingungen.(!!!)

Nun zu meinem Resumee:

Die erste Speise war unsere Variation vom steirischen Bauerngockel mit Gänseleber, zu der ich ein belgisches Bier mit dem Namen „Barbar“(!!!) kostete, 8% alc., gelbgoldfarben, das mit etwas Honig aromatisiert wurde, und dadurch eine subtile Süße, getragen von malzigen und kräuterartigen Nuancen und einer sehr dezenten Perlage zur Schau trug. Genial, wie es die diversen Aromaten aus den verschiedenen Zubereitungsarten der Komponenten unterstrich, z.B. den confierten Gockel in Amaranthpopcorn oder die Praline aus Gänseleber und Haselnüssen.

Der zweite Streich war unsere Interpretation von Spanferkel, Bratkartoffeln und Calmar (Confierter und gepresster Rüssel, knusprig gebraten, gelierte Bratkartoffel, fritierter Calmar, in Kümmelsud geschmorter Calmar und Knoblauchschaum). Hierzu gab es ein Chimay Grand reserve, ein Trappistenbier aus Belgien, 9% alc., Kastanienbraun,in einer Champagnerflasche mit Champagnerkorken und Agraffe(!!!), malzig, fruchtig, würzig, cremige Perlage, schmeichelte sehr am Gaumen, und hat durch eben seine Würzigkeit die gehaltvollen Aromen des Gerichtes ideal zur Geltung gebracht.

Unsere Kalbsniere mit Muskatblüte und roter Gewürzzwiebel (Rosa glaciert, Muskatblütenschaum und Gelee, die rote Zwiebel in Portwein geschmort und eine Zwiebelcreme) war der dritte Gang, dazu ein Gouden Carolus Cuvee van den Kaizer, ein exclusives Spezialbier, welches nur einmal im Jahr in limitierter Menge gebraut werden darf, am 24. Februar, dem Geburtstag Kaiser Karls V., 11%alc., ebenfalls in einer großen Flasche mit Champagnerkorken, mit seinen Nougat- und Schokoladeanklängen und seinem dezent süßlichen Antrunk ein toller Begleiter zu Innereien, hätte ich mir auch gut zu voriger Gänselebergeschichte vorstellen können, oder zu einem Dessert mit Schokolade.

Als Finale ein geschmolzener Trüffelbrie mit hausgemachtem Traubensenfeis und Pfeffertrauben, gab es den Knaller schlechthin: Ein La Chouffe Golden Ale, dessen Etikett ein Blumen pflückender Gartenzwerg ziert, 8% alc., Orangegolden, ähnlich einem Hefeweizen, mit pfeffrigen und fruchtigen Noten nach Banane und einer angenehmen, gerade noch trockenen Malzigkeit mit champagnerartigem Mousseaux. Einfach nur geil. Aus.

Die Biere wurden alle in einem Weißweinglas serviert, und ehrlich gesagt, bei diesem Alkoholgehalt reicht auch ein Achtel, außerdem kommt die Nase der Biere toll zur Geltung. Was es noch zu sagen gibt, ist das ich leider nur ca. ein Viertel unserer Speisekarte mit den Bieren kombiniert hatte, aber ich arbeite daran, das auszubauen. Mit unseren neuen Menüs Ende März werde ich offiziell auch eine Bierbegleitung neben unseren Weinbegleitungen anbieten; und ich kann Euch sagen, die Resonanz der bisherigen Vorkoster aus unserem Stammgästebereich war durchwegs positiv bis begeistert und immer total überrascht, das war auch meine Intention. So soll es ein.

Ich werde euch gerne bei Interesse bezüglich der weiteren Entwicklung im Bierbereich auf dem Laufenden halten, schließlich soll man ja nicht still stehen 😉

Liebe Grüße

Patrick Hopf

P.S.: wenn Ihr ein Bier kennt, dass es sich zu probieren lohnt, bitte meldet euch, über Tipps und Input freue ich mich immer, das Gleiche gilt natürlich beim Wein

Meine neue Heimat und Wirkungsstätte, das Restaurant „Kristian´s Monastiri“

Meine lieben Freunde, Gäste und Besucher,

endlich habe ich nun wieder ein Restaurant gefunden, in dem ich wieder meiner Passion und Liebe für meinen Beruf nachgehen kann –  das Restaurant „Kristian`s Monastiri“ von Eigentümer Christian Gansterer im  siebten Wiener Bezirk in der Neustiftgasse 16. Das Restaurant gibt es bereits seit 15 Jahren, was, wie ich finde, eine beeindruckend lange Zeitspanne in Anbetracht des stetigen Lokalsterbens in Wien darstellt. Meine Hochachtung an das Team, das mit mehreren sehr langjährigen Mitarbeitern aufwarten kann – unter anderem Küchenchef Jürgen Winter (9 Jahre), Souschef Patrick Pranzl (4 Jahre) und mein lieber Fachkollege im Service Miguel Seifert (9 Jahre) – für mich wiederum ein eindeutiges Zeichen für Kontinuität, Konstanz, Qualität und ein tolles Arbeits- und Betriebsklima. Und zufriedene Mitarbeiter sind bekanntermaßen auch gute Mitarbeiter 😉 .

Und – HURRA – ich darf jetzt dieses tolle Team rund um Christian Gansterer  als Restaurantleiter und Sommelier unterstützen. Ihr dürft also gespannt sein, was wir dort zusammen schaffen werden, ich sage nur soviel – es wird sehr viel mit Wein und Genuss zu tun haben.

Lasst euch überraschen, wir freuen uns auf euch, und darauf, euch ein fantastisches kulinarisches Erlebnis zu bereiten. (Lieber Jürgen, dir ist hoffentlich klar, dass ich natürlich deine aktuelle Speisekarte rauf und runter verkosten muss, bezüglich der Weine und so, damit das auch alles Hand und Fuss hat, und perfekt zu deiner Küchenlinie passt 😉 )

Ganz herzliche und gastrophile Grüße

Euer Patrick Hopf